Archiv für den Monat: Februar 2017

über den Tod

“Neigen wir uns vor Gott, der uns diesen Tod geschickt hat”, sagte er zu den Handvoll Menschen, die sich auf dem kleinen Friedhof eng aneinanderdrängten, um im Schatten einer mickrigen Akazie Platz zu finden. “Wir wollen ihm dafür danken, ja, danken. Denn der Tod erlöst uns von unseren schädlichen Begierden, unseren lächerlichen Ambitionen, unserem ziellosen Streben. Wisst ihr, was diese Begierden sind, die uns treiben? Ich will es euch sagen, sie sind ein Nichts, ich wiederhole: ein Nichts. Der Tod trifft nicht nur die Verstorbenen, er verweist auch auf die Nichtigkeit der Lebenden, er erinnert uns daran, dass wir Staub sind. Der Tod ist groß, denn er ist Nachsicht und Vergebung. Er sieht unsere Schwächen, unsere Kurzsichtigkeit, unsere Sünden, und öffnet dennoch die Arme, um alle aufzunehmen. Er ist gnädig, und deshalb lässt er uns trotz unserer Sünden in sein Himmelreich ein, das ewig ist und nur eines will – dass wir dorthin gelangen!”.