Archiv für den Monat: November 2016

abstraction from poland

Maria Jarema (1908 – 1958)

Filtry (1957)

  Formy (1957)

  Glowy (1954)

Wnętrze pokoju (1954)

Penetracje (1956)

                                       
 Dass ich ein Esel bin, William Shakespeare
Sie loben mich und machen einen Esel aus mir; meine Feinde hingegen sagen mir grade heraus, daß ich ein Esel bin: also nehme ich durch meine Feinde in der Selbsterkenntnis zu, und durch meine Freunde werde ich hintergangen.
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They praise me and make an ass of me. Now my foes tell me plainly I am an ass: so that by my foes, sir, I profit in the knowledge of myself, and by my friends I am abus’d.

The Clown in “Twelfth Night; or, What You Will” by William Shakespeare

These sounds of the movement Arctic sea ice pack have been called “The Devil’s Symphony” by early Arctic explorers.

Victory by Fury

Die Führungsmacht der westlichen Welt hat einen neuen Präsidenten. Wie konnte das geschehen? Das Radio war an, die Nachricht traf mich, ein Erdbeben, ich musste ein zweites Mal genauer hinhorchen, die Moderatorin wiederholte es,Trump Lager gewinnt, und dann Donald T. zieht ein ins Weiße Haus. Da ist diese Nachricht und da ist diese Fassungslosigkeit. Es ist weitaus mehr als nur ein Fragezeichen, es geht darüber hinaus. Man stelle sich nur vor, so bedeutende Persönlichkeiten wie Lincoln, JeffersonWilson, Kennedy, Eisenhower, Truman plötzlich Trump, der Fremde. Keine politische Erfahrung. Null Mitgefühl starrt heraus aus ihm, keine Weisheit verbirgt sich in ihm, und Phantasie musste längst seiner Gier weichen. Eine Supermacht unter der Fittich eines Self Made Kandidaten, der das Ich über das Du hinausstellt, unter der Fittich eines Egomanen, der den berechtigten Vorwurf Lügen zu verbreiten als Ansatz dazu sieht, diese als seine Wahrheit zu vereinnahmen, so wie es ihm geradewegs passt. Unvorstellbar. Ein Demagoge und Populist vereint in einer Person und frisch gebackener 45zigster US Präsident. Es gilt die ungeschriebene Regel: ein Wahlsieg ist ein Wahlsieg.

“If we have nuclear weapons, why can’t we use them?” – Donald T.

Wird er juristische Schranken akzeptieren? Ich sage ja. Er wird es müssen. Nach dem Wahlkampf wird es ernst für Donald T., er wird unter Schmerzen feststellen, dass die Welt nicht schwarz und weiß sondern grau ist, seine Wahlversprechen werden nichtig, sie waren hohle Phrasen, die Realitäten auf den Fluren der Macht sind vom anderen Kaliber, deshalb auch wichtig, wie so ein Mensch Trump auf politische Niederlagen im Amt reagieren wird, ein Mogul zu sein bedeutet nicht Staatsmann zu sein. Unter solchen Bedingungen ist anzunehmen, dass die bisherige Tradition amerikanischer Politik und Außenpolitik einen Bruch erleidet.

Trump, grün hinter den Ohren was Politik betrifft, wird in diesem Business also möglicherweise zur Marionette mutieren, egal wie viele Berater sich um ihn scharren werden, durch seine Unkenntnis, und der Überzeugung ein guter Geschäftsmann zu sein, wird er persönlich nie ganz die Tragweite seiner Entscheidungen ermessen können, was einen traurig und ernst zugleich macht. Menschen in seinem Umfeld, die möglicherweise langfristige Interessen verfolgen, die auch vielleicht in Dekaden denken, können den Mann für ihre Zwecke manipulieren, es muss nicht passieren, jedoch lädt der Charakter Trumps dazu ein. Der perfekte Präsident wie auch ein guter Sünednbock.

Mitarbeiter des Weissen Hauses beobachten das erste Treffen zwischen Donald T. und Präsident Obama.

Wohin die USA steuern kann man nur erahnen. Unter der kommenden Regierung wird es einen Wandel nach Innen geben, die Amerikaner wenden sich ihren Problemen zu, laut Donald T. soll es einen Rückzug der USA auf sich selbst geben. Eine Entflechtung von den globalen Verbindungen. Europa wird einsamer. Es entsteht ein Vakuum. Ein Rückzug der Amerikaner ist bereits zu verspüren. Er schadet allen, nicht zuletzt den Amerikanern selbst.

Eine sensible Situation, die Welt wie eine Badewanne gefüllt mit Wasser bis zum Rand, und soeben ist ein Elefant hineingestiegen.

Die Interessen der Vereinigten Staaten überwiegen den Interessen der Weltgemeinschaft, das war mit “America First” gemeint, Donald T’s Wahlslogan. Mit solchen Sätzen locker um sich werfend wirkt er Unberechenbar. Ein Rätsel für Freund und Feind. Seine Worte stellen das westliche Bündnis in Frage. Länder, die ihre Existenz auf dem Fundament westlicher Werte aufbauten, beginnen zu zweifeln. Ist dieses Amerika noch willig Schutz zu garantieren? Nach Trump sollen die wichtigsten Staaten untereinander die wichtigsten Deals ausführen, wie früher im Büro im 16. Stock, klare Territorien, meine Einflusszone, deine Einflusszone, hier mischen wir uns nicht ein, hier mischt ihr euch nicht ein, die kleinen Länder haben wenig Mitspracherecht, doch sie außer Acht zu lassen, das führte schon mal zum Krieg.

Die Geschicke eines Landes werden durch die territoriale und die geographische Lage diktiert. Es gibt also Tatsachen, die kann der vollmundige Donald T. nicht ändern, eine gewisse Kursrichtung ist vorher bestimmt, so dies ihm sicher in den ersten Tagen klar gemacht werde.

Facial Impressions.

“Every time I speak of the haters and losers I do so with great love and affection. They cannot help the fact that they born fucked up!” – Donald T.

Tief verwurzelt, “Make America White Again” – Trump Anhänger zelebrieren ihren Traum mitten im Nirgendwo.

Es ist eine Warnung. Mit rationalen Argumenten kannst du keine Politik mehr führen. Für Argumente sind sie nicht mehr offen. Du dringst einfach nicht durch zu den Menschen. Du brauchst was leicht verdauliches. Eine gute Hook. Was wir bei der Trump Wahl gesehen haben, – Fakten haben keine Bedeutung. Sie interessieren niemanden. In Zeiten in denen die politische Kultur verwildere, ist die Empfänglichkeit von Fakten durch starke Gefühle ersetzt worden. 

“We fix it!” – Donald T.

Die Abgehängten, ihre Stimmenvergabe kann man nachvollziehen, für sie hat sich nichts verbessert, unter Obama eher verschlechtert. Warum also nicht mal einen Außenseiter wählen? Einen mit Distanz zu Politik. Das gleiche allerdings dachten auch viele US Bürger mittleren Einkommens, etliche von ihnen hoch verschuldet oder in Sorge um Hab und Gut. Die Stimme der Mittelschicht setzte auf Trump, niemand hat so recht mit ihnen gerechnet, wie den auch, sie haben sich in der Öffentlichkeit nicht als Trump Anhänger geoutet, viel mehr gaben sie sich als Unentschlossen, in Wirklichkeit fühlten sie sich bedroht, sahen in Trump das Ventil, und Trump bündelte allesamt ihre Sorgen, verknüpfte Sie, sprach exakt das, was sie hören wollten, es war wie Sex, sie waren glücklich und fühlten sich artikuliert. Und alleine darum nur geht es, die eigene Meinung bestätigt zu bekommen. In vier Jahren wird wieder gewählt.

“The New Yorker” – Zwei Cover, 8 Jahre liegen zwischen ihnen.

 

Stanisław Fijałkowski

 

Das Betrachten der Bilder erfordert große Aufmerksamkeit. Wir erfassen ihren Reichtum erst, wenn wir uns wirklich darauf konzentrieren. Beim ersten Hinsehen erscheint die Oberfläche der Bilder reglos, leer. Doch wenn wir genauer hinsehen, bemerken wir nach einiger Zeit, dass der Künstler in diese Oberfläche ein Zeichen gesetzt hat. Und wenn wir weiter schauen, sehen wir das nächste Zeichen. Zwischen diesen Zeichen entwickelt sich ein Dialog. Die Oberfläche belebt sich, es entsteht eine Kommunikation, die zu uns spricht, uns anzieht, uns überrascht, uns etwas zu sagen hat.

Die Ruhe seiner Bilder ist irreführend. Ihre Stille scheinbar trügerisch. In Wahrheit bergen sie große Spannungen, die davon zeugen, dass sich diese Malerei in hohen Temperaturen herauskristallisiert hat. (R. Kapuscinski)

Highway

Autostrada XXX

EPITAPH FOR INSURGEN

Untitled

Untitled

Zdolbunow, Volyn

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