Archiv für den Monat: August 2014

dilemma der interpretation

“Es gibt keinen Zwang im Glauben.  Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen.  Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Gott aber glaubt, der hat gewiss den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt.  Und Gott ist Allhörend, Allwissend.” (Quran 2:256) “Und hätte dein Herr es gewollt, so hätten alle, die insgesamt auf der Erde sind, geglaubt.  Willst du also die Menschen dazu zwingen, Gläubige zu werden?” (Quran 10:99)

The spider—why the spider? Because
my best friend was my mother and she
was deliberate, clever, patient, soothing,
reasonable, dainty, subtle, indispensable,
neat, and as useful as a spider.” 
Louise Bourgeois

 

Schütte Pulver ins Pulverfass

Deutsche Waffen für den Irak. Es ist ein hinzunehmendes Übel Waffen an die westlich orientierten Kurden (hoffen auf einen eigenen Staat Kurdistan, was natürlich zu Folge hat, dass der Irak zusammenbricht) zu schicken. Es gibt zwar in der Region schon viel zu viele Waffen, Tatsache, jedoch geht der Kampf gegen die irre ISIS Terrormiliz vor. Ich sehe lieber bewaffnete Peschmerga („Die dem Tod ins Auge Sehenden“als unberechenbare Jihad Kämpfer, die nur so darauf pochen Massaker an Andersgläubigen zu verüben. Was soll das reiche Deutschland tun? Sofortige Lieferungen ins Krisengebiet? Decken, Matratzen, Schutzwesten, Heftpflaster, oder moderne Gewehre? Eines wenigstens muss glasklar sein: in dem Augenblick, indem die BRD Waffen an eine Kriegspartei liefert, ist sie augenblicklich mit involviert, wir als Bürger sind mit involviert. Es gibt keine Garantien dafür, dass durch Lieferungen sich in Zehn Jahren Stabilität in der Region breitmacht, so weise ist niemand, aber jetzt nicht zu handeln ist weitaus schlimmer und unmenschlicher, es macht uns zu Mittätern, zu stillen Zeugen eines Völkermords. Möchten wir ein zweites Ruanda? Ein zweites Srebrenica? Ein weiteren GenozidFakt ist, dass In bestimmten dramatischen Situationen, kann die BRD nicht regungslos Beiseite stehen, auch wenn die Lage ungemein kompliziert ist.

Nachtplateau

Und plötzlich lassen sie eine Musik ab – etwa
wie light jazz aus Ohio,
nur ist sie aus Górny Śląsk.
In diesem Moment vom Fensterle Haare der Mädchen
beginnen im selben Rhythmus zu schwanken
und so ergibt sich irgendeine Szenographie:
ein Lift an der Leine, der Himmel dunkel wie Pioktanin.

Der Riss, der sich in Richtung Zentrum
               Bewegte, verschob.                                                                                                               Agnieszka Wolny-Hamkalo
Aus: Ani mi się śni

Jemand schrieb mal, Sterne seien die Augen Gottes. Mmhh… wie kolossal lächerlich diese Behauptung, und so menschengemacht. Nicht nur, dass Gott unendlich, barmherzig, allwissend ist, das reicht uns nicht, wir finden auch er sollte den bestirnten Himmel über uns nutzen um Druck auszuüben, um uns zu observieren, um uns klar zu machen, dass er alles sieht. Man könnte auch Behaupten Gott setzt seine Drohnen gegen uns ein. Er redet nicht mit uns, aber er verlangt alles. Und was eigentlich tat er vor seinem grossen Werk aus dem Nichts Leben zu schaffen? Nichts? Er, der Grosse, der Unfassbare, in sinnlicher Starre erstarrt, inmitten furchtbarer Leere und peinlicher Liturgie. Jedenfalls muss seine Langeweile irgendwie abrupt ein Ende gefunden haben, damals, den er kam auf die glorreiche Idee Menschen zu erschaffen. Quasi ein perverses Schöpfermärchen. Wie edel wäre es statt Kameras ein in Granit gemeisselten Satz aufzustellen, um mit aller Deutlichkeit das Wichtige auf den Punkt zu bringen: Liebe Menschen ihr seid alleine! Kommt klar damit.