Mensch, Maschine

 

Die Furcht davor überflüssig zu werden

Die billigste Kraft wird bald durch die billigste Maschine ersetzt, die Unqualifizierten werden durch Algorithmen ersetzt, dank der digitalen Revolution. Rasenmäher-Roboter, Roboter gestützte Prostata Operationen, Sex-Roboter, bewaffnete Polizei-Roboter, fahrende Paket-Roboter oder Grill-Roboter. Der Technologie-Boom ergreift den Planeten. Die Automatisierung hält ein. Selbstfahrende Autos sind hier nur der Anfang. Neue Chancen, oder die daraus entstehenden Möglichkeiten fallen oft unter den Tisch. Stattdessen herrscht die Hysterie, die Befürchtung der Konkurrent Maschine sorgt für arbeitslose Hände. 


Prognosen und Studien legen nahe: bereits bis 2030 werden in den USA 47 Prozent aller Arbeitsplätze der Automatisierung zum Opfer fallen. Banker, Logistiker, Anwälte und Verwaltungsangestellte, – adieu Jobs, willkommen Maschinen. Die britische Zentralbank hat vor kurzem ausgerechnet, dass in Großbritannien ca. 15 Millionen Arbeitsplätze wegfallen.

Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts befasste man sich mit dem Thema “Robotisierung” / “Automatisierung”

Automatisierung pur. Tesla Fabrik in Fremont, Calif. Quelle N.Y. Times

In der BRD wären etwa 10 Millionen Jobs gefährdet. Es ist das Ende der Arbeit und eben das macht enorm viel Arbeit. Martin Ford schreibt in seinem Buch The Lights in the Tunnel, – die Leistungsfähigkeit von Computern wachse so schnell, dass sie irgendwann selbstgenügsam werden und ohne Menschen funktionieren.

Industrie 4.0

Schon jetzt sind einige Industriebereiche komplett in Roboter Händen. Apple schraubt bereits an next Generation Robotern herum, die sollen, so der Plan dahinter, völlig selbstständig Smartphones zusammen schrauben, und nebenbei die Arbeitskosten senken, welche sich seit 2010 mehr als verdoppelt haben. Der Übergang hat also schon längst begonnen. Die Smart-Factories stehen bereits.

Und der Kapitalismus?

Der wirft kaum noch Jobs ab. Sein Wachstumsfetisch scheint in einer finalen Phase angelangt zu sein. Eine Kernsanierung des Kapitalismus ist dringend nötig. Mehr Effizienz, mehr Produktion und mehr Reichtum, Slogans, die schon lange ihren Höhepunkt erreicht haben. Am Ende geht es kaum um Technologie, Arbeitsplätze oder den Kampf Mensch v.s. Maschine. Am Ende geht es um soziale Fragen: was geschieht mit den Werten und dem Reichtum, die durch Automatisierung geschaffen werden?


Würde man beispielsweise die Maschinen in den Fabriken besteuern, das Geld in einem großen Topf sammeln, und es an die Allgemeinheit verteilen, wäre es eine Möglichkeit die Risiken einzudämmen. Wir brauchen den Begriff Roboter-Steuer! Diese könnte man koppeln an das bedingungslose Grundeinkommen. Es könnte traumhaft für uns ausgehen, eine 3 Tage Arbeitswoche (4 – 5 Stunden) wäre möglich. The Rise of The Robots muss kein Bedrohungs- Szenario sein. Extrem wichtig, diejenigen mitnehmen, die auf der Strecke bleiben. Die Verhältnisse auf der Welt, dank der digitalen Revolution, verändern sich im atemberaubenden Tempo, viele halten da nicht mit.

Sind smarte Maschinen die besseren Menschen?

Maschinen lernen zu Entscheiden. Eine Frage der Zeit, wann sie fühlen lernen. Mittlerweile gibt es Computer die Emotionen bei Menschen beobachten und sie besser erkennen können, sogar besser als Menschen. Sie analysieren die Gesichtsbewegungen ihres Gegenüber, die menschliche Stimme, das volle Programm. In Japan sind in Hotels Androiden im Einsatz, so sitzen sie beispielsweise am Empfang, bereit den Gästen jeden Wusch zu erfüllen.

Android an der Rezeption im “Henn Na” Hotel // Sasebo, JAPAN

 

 

 

 

 

BINA 48